Rumi: Der Spiegel des Herzens

Ein Freund kam zu Josef von Ägypten von der Reise. Josef fragte: ‚Was für ein Geschenk hast du mir mitgebracht?’ Er antwortete: ‚Was gibt es, das du nicht besäßest und dessen du bedürftest? Doch da es nichts Schöneres gibt als dich, habe ich einen Spiegel gebracht, damit du jeden Augenblick dein Gesicht betrachten kannst.’ Was gibt es, das Gott der Erhabene nicht besitzt und dessen Er bedürfte? Vor Gott muss man ein Herz, leuchtend und spiegelklar, bringen, damit Er Sein eigenes schönes Gesicht darin sehen kann. Der Prophet hat gesagt: ‚Gott blickt nicht auf eure Gestalten und nicht auf eure Werke, sondern Er schaut auf eure Herzen und Intentionen.’





















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